Leserbrief zum Förderzentrum in der Allescherstraße

Wer die Standorte des Förderzentrums unseres Sprengels – vor allem von innen – kennt, den muss es wundern, wie es im Stadtgebiet München ein so desolates Förderzentrum geben kann, während am Stadtrand tolle neue Förderzentren entstehen und nur zwei Straßen weiter pikfeine Gymnasien hochgezogen werden. Und wer den Schulalltag kennt, der weiß, dass sich das Schulumfeld vor allem auf diejenigen auswirkt, die es unmittelbar betrifft: Die Schüler*innen.

Doch die Stadt München hätte seit vielen Jahren Pläne in der Schublade, um den Schüler*innen neue Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, nämlich in einem Neubau des Förderzentrums in der Allescherstraße. Wären da nur nicht die Anwohner. Denn diese blockieren bislang erfolgreich das Vorhaben. „Die verkehrliche Erschließung (sei) bislang (…) nur unzureichend geklärt“ und es sei nicht klar warum der Bedarf an einem neuen Förtderzentrum „an einem so dezentralen, wenig erschlossenen Ort wie der Allescherstraße in Solln gedeckt werden soll“. Ernsthaft????

Solln ist also wenig erschlossen? Dabei ist es doch sonst so attraktiv und teuer…?!? Wo soll man das Förderzentrum denn bauen? Wenn es nach den Anwohnern geht, wohl am besten ganz weit weg, denn in der Nachbarschaft scheint man ja nur Neubauten für Grundschulen und Gymnasien zu dulden. Die bekommen interessanterweise prominente Standorte, und das ganz ohne Aufschrei aus der Nachbarschaft.

Also, liebe Nachbar*innen in der Allescherstraße: Bitte zieht Eure Klagen zurück, damit auch Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf gleichberechtigt, zeitgemäß und wertgeschätzt unterrichtet werden können!

Andreas M. aus Solln