Vier Kandidaten für den BA 19 – viele Fragen zur Zukunft unseres Stadtbezirks

 
 
Vier Kandidaten der Parteien für die Wahlen zum Bezirksausschuss 19 Solln stellen sich und ihr
Am 19. Februar diskutierten Ludwig Weidinger (CSU), Dorle Baumann (SPD), Alexander Aichwalder (Die Grünen) und Martin Zschekel (FDP) mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern im ausgebuchten Liberalen Zentrum (LZ) über die Zukunft von Thalkirchen, Obersendling, Forstenried, Fürstenried und Solln.
Rolle des Bezirksausschusses
Zu Beginn wurde die Arbeitsweise des Bezirksausschusses (BA) erläutert. Die Aufgabe des BA ist es, Anträge zu stellen, Stellungnahmen abzugeben und Bürgeranliegen einzubringen. Einigkeit im Gremium erhöht die politische Wirkung. Die Arbeit ist transparent, Protokolle sind öffentlich einsehbar. Fraktionszwang gibt es nicht. Die endgültigen Entscheidungen liegen jedoch beim Münchner Stadtrat.
Stadtentwicklung im Fokus
Breiten Raum nahm die Diskussion um Bau- und Entwicklungsfragen ein. Thematisiert wurde das beschlossene, aber bislang nicht umgesetzte die Ausweitung des Landschaftsschutzgebiet rund um den Siemenspark über die Wolfratshauser Straße hinaus.
Bebauungspläne (u.a. Sollner Felder), Nahverdichtung, Ringtausch für die Bebauung von städtischen Flächen u.a. für eine neue Realschule wurden kontrovers diskutiert. Während Teile der Bürgerschaft eine Entwicklung befürworten, sehen andere den Charakter der Gartenstadt gefährdet. 
Der Ansatz eines behutsamen Stadtumbaus wurde als Leitidee genannt. Identitätsstiftende Orte wie die Sollner Kirche oder traditionsreiche Gebäude gelten vielen als wichtige Bezugspunkte.
Die bisherige konsensorientierte Arbeit des BA 19 ermöglicht aber eine starke Position gegenüber der Stadt und konnte so schon einige Bürgeranliegen im Münchner Süden durchsetzen, wie Ersatz für das marode Stäblibad und Hinterfragung der Geotherpie Pläne der Münchner Stadtwerke.
Blick nach vorn
Zum Abschluss wurde die Frage diskutiert, wie insbesondere junge Menschen stärker in politische Prozesse eingebunden werden können – sei es über kulturelle, soziale oder kommunalpolitische Themen.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Entwicklung des Stadtbezirks von vielen Faktoren abhängt – und dass eine aktive Bürgerschaft entscheidend bleibt.
 
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